Die Staaten der Welt haben in der UN-Resolution 64/2931 festgestellt, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser und zur Sanitärversorgung ein Menschenrecht und unverzichtbar für ein menschenwürdiges Leben ist. In der EU-Wasserrahmenrichtlinie formulieren die Europäischen Staaten: „Wasser ist keine übliche Handelsware sondern eine ererbtes Gut...“. Das deutsche Wasserhaushaltsgesetz sieht die öffentliche Wasserversorgung als das wesentliche Element der Daseinsvorsorge.
Damit heben die Länder der Welt die absolute Sonderstellung von Wasser und dem Zugang dazu für alle Menschen hervor. Die Initiative WasserCharta21 will den Akteuren der Wasserwirtschaft diese besondere Verantwortung und die daraus resultierenden Handlungsleitlinien vermitteln. In der Realität werden der Zugang zu Wasser und die Organisation der Wasserwirtschaft überall auf der Welt unterschiedlich verstanden und von verschiedensten Akteuren bestimmt.
Der Schlüssel für den Zugang zu sauberem Wasser für alle Menschen ist der weltweite Aufbau einer an Werten orientierten Integralen Wasserwirtschaft. In der WasserCharta21 sind 10 Prinzipien aufgeführt, die die Grundlage zur Erreichung dieses Zieles bilden. Die Charta ist als Unterstützung für Akteure der Wasser-wirtschaft und nationale Entscheider zu sehen, zielgerichtet Schritte hin zu einer gut funktionierenden Wasserwirtschaft zu unternehmen bzw. bereits bestehende, gute Strukturen zu erhalten.
Pluralismus, Diversität und verschiedene Ansätze sind wichtig und sollen im besten Fall zu wirkungsvollen, individuellen Lösungen im Umgang mit Wasser führen, die an allgemeinen Grundsätzen orientiert sind. Diesen Prozess des Wettbewerbs und Dialogs will die Initiative WasserCharta21 befördern. Die Initiatoren haben klare und universelle Handlungsprinzipien formuliert ohne deren Anwendung der Zugang zu gesundem Wasser für alle Menschen und die Erhaltung intakter Gewässer nicht möglich sind.
Jetzt dabei seinDie Initiatoren der Wassercharta21 sind erfahrene Akteure der Wasserwirtschaft mit dem Anliegen, die Wasserwirtschaft gerecht und nachhaltig zu gestalten und zu organisieren und interessierten Akteuren mit gleichem Ziel wirkungsvolle Handlungsprinzipien zugänglich zu machen.
Wir wollen, dass auch unsere Enkelkinder über ausreichende qualitativ hochwertige Wasserressourcen verfügen. Die Verantwortung dafür trägt unsere Generation. Wenn wir nach der Wassercharta 21 handeln, geben wir diesem Ziel eine große Chance.“
Wasser kennt keine Grenzen. Deshalb wollen wir auf der Basis der Charta 21 gemeinsam und übergreifend für eine nachhaltige Wasserwirtschaft eintreten."
Wasser ist kein Wirtschaftsgut sondern ein Menschenrecht. Die WasserCharta21 soll gewährleisten, dass entsprechend dieser Wertvorstellung nachhaltig mit dem Wasser der Erde umgegangen wird."
Wasser ist unser Lebenselixier. Deshalb braucht es öffentliche Verantwortung und ethisches Handeln."
Eine nachhaltige und effiziente Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand ist die Grundlage für ein menschenwürdiges Dasein und eine prosperierende Wirtschaft."
Wasser ist ein Gut, auf das alle Menschen einen unveräußerlichen Anspruch haben. Die Wasserwirtschaft stellt eine durch die natürlichen Rahmenbedingungen vorgegebene Solidargemeinschaft auf Basis eines Generationenvertrages dar. Sie wirkt ausgleichend zwischen dem natürlichen Wasserhaushalt und den Anforderungen des Menschen an das Wasser.
Aus ihrer 150jährigen Geschichte hat die deutsche Wasserwirtschaft die Erfahrung gewonnen, dass der natürliche Wasserkreislauf in seinen wesentlichen Eigenschaften nur dann nachhaltig erhalten bleibt, wenn ökonomische, ökologische und soziale Aspekte das Handeln gleichrangig bestimmen.
Dort wo derzeitige Zuständigkeitsgrenzen keine Anwendung integraler Ansätze ermöglichen, müssen Formen der Zusammenarbeit gefunden werden, die eine Erarbeitung und Umsetzung integraler Wasserwirtschaft gewährleisten. Hierzu sind regionale Arbeits- bzw. Betrachtungsräume bis zur Größe eines zusammenhängenden Flusseinzugsgebiets sinnvoll.
Die immobile Infrastruktur der Wasserwirtschaft ist ein wesentliches Element der Daseinsvorsorge und muss in öffentlicher Verantwortung ohne Gewinnmaximierungsabsicht betrieben werden. Die Kontrolle der Wasserwirtschaft hinsichtlich Organisationsstruktur und Geldmitteleinsatz erfolgt durch demokratisch legitimierte, unabhängige Gremien.
Die Qualitätskontrolle von Trinkwasser, gereinigtem Abwasser und Gewässergüte muss durch unabhängige Stellen (non profit) gewährleistet werden.
Aufgrund der langen technischen und wirtschaftlichen Lebenszyklen ist die Entwicklung und Umsetzung langfristiger Strategien in der Wasserwirtschaft Bedingung für nachhaltiges Handeln und kennzeichnet die Wasserwirtschaft in Deutschland seit Generationen.
Die weitgehende Zuordnung aller Kosten auf die Nutzer bzw. Verursacher garantiert die nachhaltige Bewirtschaftung der Infrastruktur.
In den bestehenden Strukturen der deutschen Wasserwirtschaft werden mehr als zwei Drittel der Wertschöpfung bei Planung, Bau und Unterhalt im Auftrag von Kommunen und Verbänden von einer großen Zahl privater, mittelständischer Unternehmen erbracht. Diese wasserwirtschaftlichen Liefer- und Dienstleistungen müssen einem Qualitätswettbewerb unterstellt werden.
Die intensive Zusammenarbeit von unabhängigen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und öffentlichen Institutionen ist auf Basis eines zeitgemäßen Wissens- und Bildungsmanagements der Garant einer ständigen Weiterentwicklung in der Wasserwirtschaft.
In der Wasserwirtschaft muss sich jedes Handeln an einem integralen Ansatz orientieren. Dieser Ansatz basiert auf dem fairen und partnerschaftlichen Umgang aller Beteiligten miteinander unter Wahrung der Sozialverantwortung für alle Menschen.
Die Initiative WasserCharta21 ruft Akteure der Wasserwirtschaft und Entscheidungsträger zum Dialog über den besten Ansatz zur Organisation der Wasserwirtschaft auf. Die formulierten Handlungsprinzipien der Charta sollen hierfür Anregung und Handlungsempfehlung zugleich sein.
Eine breite Zustimmung zu diesen Prinzipien und deren Umsetzung führt konsequent zu einer integralen, zukunftsweisenden und somit gerechten und nachhaltigen Wasserwirtschaft in Ihrem Umfeld.
Wenn sie von den Zielen der WasserCharta21überzeugt sind, machen Sie mit! Verbreiten Sie die Charta, nutzen Sie die Charta in Ausbildung und Lehre und rufen Sie in Ihrem Umfeld zum Dialog über die Charta auf.
Die Initiatoren suchen auf der ganzen Welt Akteure der Wasserwirtschaft, die die Charta unterstützen oder sogar aktive Botschafter werden wollen. Bei Interesse kontaktieren Sie uns.
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Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung.